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Hypotheken Senioren: Können wir?

Bei Seniorenhypotheken werden noch ein  paar andere Elemente betrachtet. Wir zeigen sie Ihnen.
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Kommentare

Bild des Benutzers Isabelle Scherrer

In jedem Fall, diese Tragbarkeitsrechnungen sind schlicht und einfach eine Frechheit. So geht das nicht. Es kann nicht sein, dass alte Leute ein Leben lang für die Immobilie sparen und nachher faktisch durch diese Tragbarkeitsregel "enteignet" werden. Mich nimmt einmal wunder seit WANN und von WEM diese Tragbarkeitsregeln aufgestellt wurden. Eine entnervte Isabelle Scherrer

Bild des Benutzers Iwan Brot

Liebe Frau Scherrer

Die Regeln werden von der schweizerischen Bankiervereinigung (http://www.swissbanking.org/de/) aufgestellt. Über folgenden Link finden Sie diverse bestehende Richtlinien: http://www.swissbanking.org/de/services/bibliothek/richtlinien.

Der kalkulatorische Zinssatz ist nirgends festgeschrieben. Es wird lediglich gefordert, dass ein nachhaltiger Zinssatz angewendet werden muss. Und diesen legen die meisten Institute im Bereich von 4.50%/5.00% fest.

Freundliche Grüsse
Iwan Brot

Bild des Benutzers Gerry Linder

Warum ist in dem Beispiel die Hypothek mit 5 % berechnet. Sicherheitsmarge? Ist diese nicht zu gross.
Besten Dank es war wiederum eine gut erklärte Fallstudie.
Gerry Linder

Bild des Benutzers Sandra Meier

5% ist in der Schweiz der sehr langfristige Durchschnittszins für Hypotheken und die Banken haben sich dazu verpflichtet diesen Zinssatz in den Tragbarkeitsrechnungen anzuwenden.

Bild des Benutzers Iwan Brot

Sehr geehrter Herr Linder

Die meisten Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5%, teilweise wird mit 4.50% gerechnet. Beim kalkulatorischen Zinssatz handelt es sich um einen langfristigen Zinssatz, welcher, wie aktuell, weit weg von den aktuellen Zinskonditionen liegen kann. Mit der Berücksichtigung dieses Zinssatzes möchten die Banken sicherstellen, dass die Finanzierbarkeit der Hypothek nachhaltig ist. Es ist also, wie Sie richtig schreiben, eine Sicherheitsmarge.

Selbstverständlich kann man diskutieren, ob es angebracht ist, in der heutigen Zeit mit einem Zinssatz von 5% zu rechnen. Insbesondere dann, wenn eine langfristige Festhypothek abgeschlossen wird. Darüber streiten sich die Banken und sind sich in diesem Punkt nicht einig.

Freundliche Grüsse
Iwan Brot

Bild des Benutzers Tiziano

Neben dem Renteneinkommen kann auch noch ein Teil sog. "Vermögensverzehr" gerechnet werden (liquide Mittel bis z.B. Alter 85). Dies verbessert die kalkulatorische Tragbarkeit wesentlich.

Bild des Benutzers Iwan Brot

Lieber Tiziano

Der Hinweis ist korrekt. Setzt aber voraus, dass entsprechend Vermögen vorhanden ist (u.a. z.B. durch Auszahlung der Pensionskasse als einmalige Kapitalleistung, denn in diesem Fall fehlt die Verrentung und somit der fixe Einkommensstrom). Je nach Bank und Alter der betroffenen Kundschaft wird vom 'freien' Vermögen ein Wert von 2 bis 5% als Vermögensverzehr in Form eines Einkommens angerechnet. Das kann die Tragbarkeitsberechnung verbessern und im positiven Fall zu einer etwas höheren Hypothek führen.

Freundliche Grüsse
Iwan Brot

Bild des Benutzers Sandra Meier

Nebenbemerkung - der Dozent würde vielleicht besser für die Aufnahme die Ärmel nach vorne krempeln...

Okay Beitrag, allerdings wir im Jahr vor der Pensionierung die Situation nicht so dramatisch anders gewesen sein, oder? Wer ein Haus im Wert von CHF 1.25m besitzt und knapp kalkulieren muss sollte deshalb wahrscheinlich besser langfristig an direkte oder indirekte Amortisation der Hypothek denken - einverstanden?

Bild des Benutzers Iwan Brot

Sehr geehrte Frau Meier,
Langfristige Denkweise hilft bestimmt, um nicht in solche Situationen zu geraten. Da bin ich absolut einverstanden. Nur ist es leider so, dass seit 1995 die Möglichkeit des WEF-Bezuges (bis Alter 50 die gesamte Freizügigkeitsleistung, danach gibt es eine Vergleichsrechnung) besteht und manche Leute (inkl. Kreditgeber) nicht daran gedacht haben, einen solchen Vorbezug in die langfristigen Überlegungen miteinzubeziehen. Die mögliche Konsequenz im Rentenalter besteht darin, dass infolge 'fehlendem' Pensionskassenguthaben die Rente (oder das Kapital, allenfalls eine Mischform) deutlich tiefer ausfällt und somit die Tragbarkeit mit den kalkulatorischen Zinssätzen möglicherweise nicht mehr gegeben ist. Dieses Beispiel ist als ein Beispiel zu verstehen, warum Probleme entstehen können.
Einige Banken haben die Weisungen angepasst, so dass dies nicht mehr passieren kann bzw. sollte. Richtigerweise wird sowohl ein Vorbezug wie auch eine Verpfändung aus der Pensionskasse in der Kreditbeurteilung und den Amortisationsüberlegungen mitberücksichtigt. Aber Altlasten sind davon nicht betroffen.
Und heute ist es bei den Banken üblich, dass ab Alter 55 (Grössenordnung) eine Tragbarkeitsberechnung im Alter vorgenommen wird. Dazu wird der Kunde evtl. aufgefordert, einen individuellen Kontoauszug von der 1. Säule (oder Rentenvorausberechnung der 1. Säule) sowie einen aktuellen Pensionskassenausweis einzureichen. Aus diesen Unterlagen kann das mögliche Renteneinkommen (bis zum effektiven Rentenalter kann sich aber noch einiges ändern) ermittelt werden und somit eine, sofern notwendig, weitergehende Amortisation vereinbart werden, damit die Tragbarkeit ab dem Zeitpunkt der Pensionierung effektiv gegeben ist.
Iwan Brot, der Kurzarmhemdträger ;-)

Bild des Benutzers Otto MARTIN (65 jährig)

Wenn ich 160'000 Renteneinkommen haben soll, müsste meine Pensionskassenkonto etwa 3 Millionen CHF enthalten (ungefähr 5 % Pensionsrente plus AHV). Aber wenn solche Summen für mich einbezahlt wurden, dann war mein Einkommen wohl so, dass ich auch auf die Hypothek von 800'000 nicht mehr angewiesen bin!
Einmal mehr zeigt sich der Lauf der Geschichte: Ein Pendel, das von einem Extrem ins andere schlägt. Die Hypotheken-Vergabe wurde jahrelang zu unvorsichtig gehandhabt, jetzt ist das Vorgehen übervorsichtig und "das Alter" bestrafend!

Bild des Benutzers Iwan Brot

Sehr geehrter Herr Martin
Einverstanden, bei diesem Einkommen sollte die Unabhängigkeit von einer Hypothek möglich sein bzw. eine langfristige Planung dieses Problem definitiv entschärfen. Ich habe mir einfach erlaubt, das gleiche Zahlenbeispiel zu nehmen wie beim Video "Hypothek: Können wir?" So quasi als Hypothekargeschichte.
Und bevor jemand die Liegenschaft aufgibt, werden andere Ausgaben angepasst. Aber eben, das Budget ist, wenn überhaupt, zweitrangig. Alles stützt sich auf das Einkommen.
Fintool-Team

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